Oben hui - unten pfui; Hinter den Kulissen von Videomeetings

8. Mai 2020

Videomeeting

Du bist Personalerin und führst viele online-Meetings durch? Bewerbungsgespräche? Gespräche mit Vorgesetzen? Mit dem Casemanager der Krankenversicherung?

Siehst Du, was Dein Gegenüber gerade fühlt? Durch Skype oder Zoom ist es noch schwieriger zu erkennen, ob das echt ist oder, ob die Person uns etwas vormacht

Für Dich ist es so wichtig, Mitarbeitende/Vorgesetzte/Bewerber nicht nur zu sehen, sondern auch zu fühlen. Menschen sind doch so viel mehr als Worte. Leider ist dies im Moment selten möglich.

Videomeetings optimieren

Daher meine 5 Tipps, wie Dir Videointerviews/-gespräche besser gelingen:

1.)

Der Blickkontakt durch die Kamera; der Hintergrund ist neutral

Schau in die Kamera und nicht auf den Bildschirm. Ich weiss, dass ist anfänglich schwierig. Interaktion lässt unseren Blick immer wieder von der Kamera abschweifen. Das Starren in die Kamera ist für uns unnatürlich – jedoch für den Empfänger viel nachvollziehbarer und echter. Ich gebe zu, dass ist anstrengend und nicht mit der Realität zu vergleichen.

Bedenke: wenn Du auf den Bildschirm oder auf die Zoom-Bilder schaust, wirkt es für die anderen oftmals, als würdest Du etwas lesen, abgelenkt sein oder vorbeischauen.

Schön finde ich es auch, wenn man einen neutralen Hintergrund hat. Als Moderator sehe ich oft in Kinderzimmer, in unordentliche Bücherregale und letzte Woche konnte ich als Hintergrund das zerwühlte Bett von einer Bewerberin sehen. Das muss nicht sein! Die meisten Anbieter lassen Dir die Möglichkeit den Hintergrund verschwommen darzustellen. Dies als Tipp für die Bewerber, die diesen Artikel lesen.

2.) Licht, Geräusche, Mikro

Wenn Du als Personaler*in Moderator bist, achte darauf, dass Du alle Geräusche abstellst. Weder die Katze, noch das Kind – noch die Verkehrsgeräusche, die durchs Fenster kommen, wirken professionell. Einerseits beleben Sie das Gespräch – können aber gleichzeitig stören.

Tipp: Schalte die Systemsignale ab. Da poppt Facebook oder eine Emailnachricht auf und die Teilnehmer, denen Du soeben Deinen Bildschirm zeigt, sehen Ungeplantes. Sie erhaschen damit einen Blick auf Privates. Das muss nicht sein. Ebenfalls lenkt es Dich in diesem Moment ab. Ich bitte sehr oft die Teilnehmer auf Stumm zu schalten, damit diese Geräusche nicht stören.

Du hast zur Sitzung eingeladen? Die Mitarbeiterin sitzt im Homeoffice und muss sich behelfen. Von Dir jedoch kann man erwarten, dass Dein Gesicht ausgeleuchtet ist. Ich nutze ein Zusatzlicht, damit man mir in die Augen schauen kann. Professionell ist zudem, wenn man ein gutes Mikro nutzt. Es gibt Freisprechlösungen oder auch stehende Mikrofone, die dafür sorgen, dass Dein Ton auch gut ankommt.

Videomeeting

3.) Unten pfui – oben hui

Ja – wir wissen es alle – aber angesprochen, wird es selten. Zuhause läuft man lockerer umher als im Büro. Das darf alles sein. Denn der Unterschied zwischen Privat und Berufsleben soll da sein.

Und Videomeetings sind informell. Trotzdem wirkt auch die Kleidung hier. Nicht nur auf die anderen, sondern vor allem auf Dich selbst. Schau in die Kamera und bemerke, was von Dir gezeigt wird – und genau das, soll so professionell wie im Büro sein. Corona hin – Corona her. Professionalität ist auch in dieser Phase gefragt.

Zu Anfang eines jeden Meetings vereinbare ich gewisse Zeichen mit den Teilnehmenden. Daumen nach oben heißt OK! Daumen nach unten bedeutet: ich brauche Klärung. Da ich ein begeisterter Zoom-Nutzer bin, gibt es auch hier die Möglichkeit Emoticons einzusetzen.

Videomeeting

5.) Kamera für alle im Videomeeting anschalten?

Und plötzlich schaltet ein Teilnehmer der Sitzungsrund die Kamera aus. Was hast das zu bedeuten? Es kann der Gang zum WC sein – oder einfach nur Desinteresse.

Vereinbaren Sie vorher mit den Teilnehmern, welche Regeln vorherrschen. Virtuelle Konflikte sind viel schwieriger zu bereinigen, als Konflikte im „echten Arbeitsleben“ – daher brauche ich das Videobild.

In virtuellen Zeiten können Konflikte sich völlig unbeobachtet entwickeln. Und plötzlich kommen sie zum Vorschein. Prävention ist ein erster Schritt!

Genau dazu gibt es ein Webinar, welches ich Dir empfehlen will: https://dianarothcoaching.com/konflikteloesen-in-virtuellen-teams-webinar/

Bleib‘ Dir immer treu und verändere Dich!

Herzlich, Deine Diana

 

Mehr davon gibt es im HR-Newsletter hier:

Werde eine erfolgreiche und authentische HR-Fachperson.

Trage Dich in die HR-News ein. Als erste Mail sende ich Dir mein E-Book zu, welches 26 HR-Tipps für Deinen Alltag beeinhaltet. Viel Freude beim Umsetzen.
1 bis 2 x Monat verschicke ich wertvolle Tipps zum Thema Personalmanagement und zu meinen Angeboten an meine Newsletter-Abonnentinnen. Der HR-News kommen via Klicktipp als Newsletter und Du kannst sie jederzeit abbestellen.
© rodigomi GmbH
envelopephone-handset linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram