me too - die Rolle als PersonalerIn

7. August 2025

In meinen 30 Berufsjahren als Personalerin gab es mehr als 15 Fällen der sexuellen Belästigung, die ich in meiner Rolle als HR-Verantwortliche begleiten durfte.

14 Fälle sind davon informell „gelöst“ worden – 1 Fall ist extern sprich vor Gericht verhandelt worden.

Letzte Woche schulte ich eine Klasse von Personalern zusammen mit einer Juristin auf das Thema.

Für meine BlogleserInnen habe ich nun das wichtigste zusammengefasst.

Achtung: arbeitsrechtlich beleuchte ich hier nur am Rande das Thema.

Mir geht es um die Rolle als Personalerin.

Meine Aussagen beziehen sich stark auf die Handhabung in der Schweiz. In Deutschland und Österreich mag es hier weitere Handlungsaktionen geben.

Begriff Definition - me too

me too - die Rolle als PersonalerIn

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist jedes Verhalten mit sexuellem Bezug – jedes.

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz kann auch auf Grund der Geschlechtszugehörigkeit, welches von einer Seite unerwünscht ist und in der Würde verletzt, geschehen.

Schlüsselworte: von einer Seite unerwünscht.

Sexuelle Belästigung ist eine Form der Verletzung der persönlichen Integrität. Das Schweizer Arbeitsgesetz verpflichtet den Arbeitgeber die erforderlichen Massnahmen zum Schutz der persönlichen Integrität der Arbeitnehmenden vorzusehen.

Jeder – wirklich jeder – kann unabhängig von Alter, Zivilstand, Aussehen, Geschlecht oder beruflicher Position Opfer werden.

Sexuelle Belästigung kann mit Worten erfolgen. Auch mit Gesten. Auch mit Taten.

me too

geralt / Pixabay

Prävention - me too

me too - die Rolle als PersonalerIn

Das wichtigste ich für mich die klare Position der Geschäftsleitung. Diese muss sich offen für einen respektvollen Umgang stark machen.

Die Arbeitsorganisation muss es ebenso möglich machen.

Auch die Führungskultur.

Sie muss für eine konstruktive Zusammenarbeit sorgen.

Jeder einzelne Mitarbeiter muss eine Wertschätzung erfahren.

Und jeder einzelne Mitarbeiter sollte wissen an wen er/sie sich wenden kann, wenn ein solcher Vorfall passiert.

me too

Anemone123 / Pixabay

Verantwortlichkeit - me too

me too - die Rolle als Personalerin

Du als Personalverantwortliche musst im Sinne des Gesetzgebers, des Unternehmens und der Betroffen/Beteiligten handeln/begleiten.

Tabu

Du solltest den Prozess ablehnen, wenn Du das Problem kennst, es selber aktuell hast oder gehabt hast und dies nicht gelöst wurde oder Du aktuell nicht lösen kannst.

Du solltest den Prozess ablehnen, wenn Du Dir dieses Problem ganz und gar nicht vorstellen kannst und es sogar als „Einbildung“ abtust. Dann bist Du hier lösungsabstinent.

Sorry – meine Meinung

Solltest Du das Problem kennen, es schon selbst gehabt haben und zufriedenstellend (für Dich) gelöst haben, kannst Du diesen heiklen Prozess begleiten.

Solltest Du das Problem nicht persönlich kennen, Dir aber vorstellen, dass dies ein Problem für eine Person ist, kannst Du diesen heiklen Prozess begleiten.

me too

Alexas_Fotos / Pixabay

Herausforderung für die PersonalerIn - me too

me too - die Rolle als PersonalerIn

Im ganzen Begleitungs-/Klärungsprozess musst Du die ausgewogene Balance halten zwischen Nähe und Distanz. D.h. Du darfst Dein Mitgefühl zeigen, aber gleichzeitig immer neutral bleiben. Neutral auch gegenüber dem „Täter“ (bewusst in Anführungszeichen geschrieben, denn manchmal ist der Täter das eigentliche Opfer).

Deine Rolle/Deine Aufgabe ist es

Vertrauenswürdige Neutralität zeigen

Überlegtes und gleichwohl zügiges Handeln

Ernst nehmen/wertschätzen

Mitarbeiter befragen: was willst Du: einen Ratschlag? Eine Einschätzung? Eine Handlung?

Sensibilisierungsarbeit

Aufklärungsarbeit

Präventionsmassnahmen (Reglement, Infos, Kurse etc.)

Alles immer schriftlich festzuhalten

Professionelles Vorgehen

Deine Rolle/Deine Aufgabe ist es nicht:

Richter spielen

Polizist spielen

Petze spielen

Deinen Beschützerinstinkt über das angebliche „Opfer“ stülpen

Überstützt zu verurteilen

Überstürzt zu handeln

Infos weiter zu plaudern

Näheres habe ich in diese YouTube Film erklärt:

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Halt Dich senkrecht,

Diana

P.S.

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