Das bisschen HR, sagt mein Chef

3 Tipps um Deine HR-Rolle zu stärken

Johanna von Koczian hatte vor vielen Jahren einen grossen Hit.

Der Liedertitel lautet:

Das bisschen Haushalt, sagt mein Mann.

Inspiriert durch ein witzige Wortspiel mit einem Führungstrainer, kamen mir spontan diese Parallelen.

Bitte mit Augenzwinkern zu lesen/hören:

Das bisschen HR macht sich von allein“
Sagt mein Chef
„Das bisschen HR kann so schlimm nicht sein“
Sagt mein Chef
„Wie eine Personalerin sich überhaupt beklagen kann
Ist unbegreiflich“
Sagt mein Chef

„Das bisschen Personalgewinnung ist doch halb so wild“
Sagt mein Chef
„Was für den Personalaustritt ganz genauso gilt“
Sagt mein Chef

Das bisschen Personalbetreuung ist doch kein Problem“
Sagt mein Chef
„Und auch die Führungsunterstützung schafft man ganz bequem“
Sagt mein Chef
„Wie eine Personalerin von heut‘ da gleich verzweifeln kann
Ist nicht zu fassen“
Sagt mein Chef

Und was mein Chef sagt, stimmt haargenau
Ich muss das wissen, ich bin ja die Personalerin und kenne ihn seit Jahren ganz genau

 

HR

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HR

Nein – weder Selbstbeweihräucherung noch Klagen sind hier angebracht.

Der Beruf der Personalerin ist vielseitig, spannend und interessant.

Für mich persönlich war es lange der Traumberuf, bis ich das Thema Coaching und Persönlichkeitsentwicklung damit verbinden konnte.

In den letzten 2 Berufsjahren als aktive Personalerin hatte ich sogar einen Chef, der jede einzelne Arbeit von mir sehr wertschätzte. Aber was erzählen mir meine Kundinnen, meinen Studentinnen und was habe ich vorher auch selbst erlebt?

Die Abteilung Verkauf und die Abteilung Finanzen sind beides hochgeachtete Abteilungen, denn die Abteilung Verkauf bringt das Geld rein und die Finanzen  vermehrt es oder verbucht es schlau.

Und die HR-Abteilung?

Die kostet nur Geld. Sei es für die Personalgewinnung, Personalentwicklung und auch bei der Personalbetreuung. Selbst bei der Personalfreisetzung fallen noch Ausgaben an und der direkte sichtbare return on invest, wie es die Abteilung Verkauf oder sogar die Finanzen aufweisen kann, ist nicht offensichtlich.

HR

QuinceMedia / Pixabay

 

 

 

 

 

 

CHEF

Gerne schildere ich den Fall von Janine.

Janine ist eine ehemalige Studentin von mir. Sie hat jahrelang in einer KMU gearbeitet in dem sie mehr Zeit und Energie dafür verwandte ihre Stelle zu verteidigen als ihre Arbeit beherzt und engagiert zu erledigen.

Die Leiterin der Abteilung Finanzen hatte sie besonders auf den „Kicker“ wie sie so schön formuliert. Lohn- und Sozialversicherung, das war HR – für die Leiterin Finanzen. Und das wurde von einer ihrer Mitarbeiterinnen erledigt.

Wofür jedoch eine 100 Prozent HR-Fachfrau einstellen? Für das bisschen Gewinnung, -entwicklung und der andere HR-Quark. Alles aufgeblasen. Es ging doch auch früher ohne das Ganze.

 

Finanzen

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Diese Worte zitierte mir Janine bei einer intensiven HR-Supervision, die ihr von der Firma finanziert wurde.

Die Abteilung Produktion schätzte Janine bei der Personalgewinnung. Die Abteilung Verkauf lobte sie bei dem unangenehmen Thema Personalaustritt und die Logistikabteilung schätzte ihre Begleitung bei den vielen Krankheitsabsenzprozessen.

Aber niemand  – niemand – hielt sich an die Personalpolitik, an die einheitlichen und durchaus sinnvollen, speditiven HR-Prozesse, die Janine sorgsam über Jahre aufbereitete.

Der CEO hatte ihr den Auftrag dafür gegeben, lobte sie dafür – aber wollte nicht weiter mit „diesen Sachen“ belästigt werden.

Janine hatte oft das Gefühl, dass sie die Alibi-Personalerin war.

Supvervision

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HR

Janine kam vor einigen Monaten zu mir und wurde in diesem Prozess begleitet. Ihr Selbstwertgefühl war im Keller. Sie stellte fest, dass sie einen unangemessen niedrigen Lohn hatte, dies im Vergleich zu anderen Funktionen, die mit ihr vergleichbar waren. Die Leiterin Finanzen verdiente fast das Doppelte. Der Verkaufsleiter sogar das 5fach, wobei dies anhand der Provisionen gut für sie nachvollziehbar war.

Das bisschen HR…

Der monetäre Anreiz war es nie, der Janine fürs HR brennen liess.

Es war die Arbeit. Die Breite der HR-Arbeit in einer KMU.

Die Gewinnungsgespräche. Die Unterstützung der Linie.

Die Unterstützung der Mitarbeiter. Das Mitwirken und Bewegen.

Ich kann hier nicht den HR-Supervisonsprozess schildern, denn Janine bei mir durchläuft.

Aber ich darf hier kurz festhalten, welches die ersten Themen sind, die ich immer und immer wieder mit meinen Kundinnen erarbeite.

HR

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  • Sei Dir selbst bewusst. Werde Dein bester Freund.
  • Erstell Dir Dein eigenes Leitbild und werde mit Dir EINS.
  • Authentisch sein ist ein abgegriffenes Wort und wird oft missverstanden.
  • Ich beschreibe es mal so: sei so, dass Du Dir abends beim Zähneputzen Dein Spiegelbild anlächeln kannst. Und laut sagen kannst: “Ja – hinter meinem Handeln an diesem Tag kann ich stehen.“
  • Du bist gut so wie Du bist – aber sei Du und renne keiner Rolle hinterher.

 

HR

holiho / Pixabay

 

 

 

 

 

 

 

  • Währet den Anfängen.
  • Sei Dir bewusst, wenn Du in eine Firma einsteigst, dass Du hier die Weichen für die nächsten Jahre stellst. Natürlich sind sie jederzeit korrigierbar – aber je länger Du in der Funktion bist, desto schwerer.
  • Also: ein klarer Stellenbeschrieb, ein klares Anforderungsprofil und eine klare hierarchische Unterstellung im Organigramm.
  • Ich plädiere für zwei Möglichkeiten: 1 x als Stabstelle beim CEO oder als eigenständige Abteilung Bereich. Personaler, die der Abteilung Administration oder Abteilung Finanzen angehangen sind, werden auch von aussen so wahrgenommen.
  • HR – ein Verwalter?
  • HR ein Zahlenmensch?

 

 

HR

Meditations / Pixabay

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Sei eckig – denn nur Nullen im HR sind rund.
  • Du musst nicht allen gefallen.
  • Aber Du darfst eine gute Dienstleistung im Sinne eines Sparringpartners erbringen.
  • Und führe jedes Gespräch auf Augenhöhe.
  • Auch oder gerade, wenn es der CEO oder der Leiter Verkauf ist.
  • In dem Anliegen mit dem sie zu Dir bekommen, bist Du Fachfrau – Du bist keine Abnickerin.
  • Kein Wackeldackel.
HR

Jamielynn / Pixabay

 

 

 

 

 

 

 

Diese ersten 3 Tipps als Impuls für die nächste Woche, take care und halt dich immer senkrecht.

 

HR ist mehr als eine Dienstleistung – HR ist eine Art Kunst.

 

Herzlich, Diana

 

 

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