Der Kronprinz & die HR-Tante

15. September 2016

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text="aus meiner Blogserie ``Hassliebe HRM & Führungskräfte``... nun werden die Stellvertreter beleuchtet" font_container="tag:h1|text_align:left" use_theme_fonts="yes"][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Die Zusammenarbeit von der HR-Abteilung (in diesem Artikel: spezifisch Frauen im KMU-Personalmanagement) finden in den nachstehenden Zeilen eine besondere Betrachtungsweise.

Vorab: es sind subjektive Erfahrungen von meinen HR-Studentinnen und mir, die ich hier “etwas überzeichnet“ darstelle:

 

8 von 10 Stellvertreter, die ich in 20 Jahren kennenlernen durfte, waren Männer, die männliche Chefs vertreten haben. Die Hälfte aller weiblichen Führungskräfte hingegen hatten auch weibliche Vertreterinnen.

Die Stellvertreter wurden zu 90 Prozent (je nach Unternehmensstruktur/-kultur) vom Abteilungsleiter selbst ausgesucht resp. selbst in den Job "geschoben".

Der Kronprinz steht fest hinter dem Abteilungsleiter.  Dies aus mehreren Gründen. Einerseits ist es sein Chef und sollte idealerweise eine Vorbildfunktion einnehmen. Und andererseits schützt der Abteilungsleitender den Kronprinzen vor allen Angriffen. Kritikgespräche gibt es zwar unter 4-Augen nach aussen dringt jedoch nichts.

Der Kronprinz erbringt gute Leistungen und blüht geradezu auf, wenn sein Vorgesetzter abwesend ist. Hier erbringt er entweder überdurchschnittliches Engagement -  im Sinne des Sichtbarwerdens - gegenüber der Firmenleitung, dem HR, den Mitarbeitenden –

oder er geht den Weg des geringsten Widerstands und stapelt Entscheidungs- und Delegationsberge vor sich her (der Chef kommt ja bald aus dem Urlaub).[/vc_column_text][vc_single_image image="796" img_size="large" alignment="center"][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Fünf Dinge, die eine Personalmanagerin keinesfalls  (never - ever) tun sollte:

  1. Sich durch den Kronprinzen instrumentalisieren und sich für seine Anliegen vereinnahmen lassen. Sondern: neutral, wertschätzend gleiche Dienstleistung wie für alle anderen erbringen.
  2. Hilfestellungen beim Sägen (am Stuhl des abwesenden Abteilungsleiter) leisten. Sondern beobachten.
  3. Den Abteilungsleitenden vor dem Kronprinz schützen. Sondern wissen, dass dies zwei erwachsene Männer/Frauen sind, die ihren Weg selber gehen können. Das HR ist nicht die Mutter der Kompanie.
  4. Den Entscheider (Geschäftsleiter/CEO) zur Wahl des Stellvertreters als neuer Abteilungsleiter beeinflussen, sondern ein neutrales Assessment vorschlagen und die Vorteile dazu aufzeigen.
  5. Mitarbeitende oder Firmenchefs mit good- oder badstories des Stellvertreters zu versorgen und damit das Zünglein an der Waage zu sein.

 

Sollte ein unfähig wirkender Kronprinz einfach schon durch die jahrelange Anwärterschaft nachrutschen, so darf die Personalmanagerin nicht zusätzliche Hürden aufbauen, sondern eine gute Führungsunterstützung bieten.

 

Ja - richtig gelesen. Auch, wenn man daneben steht und denkt: das kann ja wohl nicht wahr sein.

Das passiert - z.B.  wenn ein Stellvertreter kurzentschlossen  - ohne grosse Prüfung – aufgrund einer zeitlichen Notlage zum Abteilungsleiter befördert wird....(alles schon mal erlebt).

Und dies, obwohl einige unschöne Aktenbemerkungen zu seinem Verhalten vorliegen. Jetzt fällt es besonders schwer absolute Neutralität zu zeigen. Insbesondere die Personalfachfrauen unter uns, die einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn haben, werden hier gefordert.

Bitte bedenkt: Menschen haben tatsächlich die Fähigkeit sich verändern. Denn Menschen sind nicht prinzipiell so oder so…sie verhalten sich in bestimmen Situationen nur so oder so..... Frei nach ihrer besten Verhaltensoption.

Mein Tipp an meine Kolleginnen im HR:

wenn mal wieder eine Beförderung derart schnell und mit Vitamin B durchgewunken wurde, dass alle sich nur noch wundern:

Abwarten, Teetrinken und gute Führungsunterstützung bieten; einen Coach empfehlen und sich auch mal wundern, denn manchmal bringen uns Mitarbeitende mit Funktionswechsel zum Staunen.

 

Ein Geschäftsleiter wird selten einen Fehlentscheid dieser Art schnell zurücknehmen. Auch hier gilt die 100-Tage-Regel.  https://de.wikipedia.org/wiki/100-Tage-Frist

 

In meinem nächsten Blog beleuchte ich die Zusammenarbeit zwischen der Personalmanagerin und dem Bereichsleitenden. Es bleibt weiterhin spannend, denn gutes HRM ist nicht nur eine Dienstleistung – sondern eine Art Kunst.

 

Herzlich, Diana

 

Spannend sind Verhandlungen mit Kronprinzen, die für eine zusätzliche Ausfallzeit des Abteilungsleitenden (Unfall, Krankheit) eine neue angepasste Honorierung verlangen. Und was passiert mit einem Kronprinz,  wenn er die Stelle nicht bekommt? Dies behandele ich in einer meiner  nächsten Webinare, die schon bald erscheinen. Interesse? Melde dich - im Moment nehme ich Reservierung zur kostenlosen Teilnahme entgegen. Einige Plätze sind noch frei...[/vc_column_text][vc_cta h2="Interesse an einem Webinar...melde Dich über meinen Newsletter an...." add_button="bottom" btn_title="Ja - ich habe Interesse" btn_i_icon_fontawesome="fa fa-arrow-right" btn_style="3d" btn_color="warning" btn_add_icon="true" btn_link="url:http%3A%2F%2Fdianarothcoaching.com%2Fnewsletter%2F||"]Bilde Dich im HRM weiter. Verbinde Dich mit Gleichgesinnten.

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