DAS HR kann Mitarbeiter glücklich machen

5. Dezember 2016

Personalmanagement und Glück?

Jawohl - das HR versteht zwar nicht immer die Führungscrew,

das HR hat oftmals keine Ahnung vom Business;

das HR wird als administrative Quälgeister wahrgenommen

aber die Mitarbeiter glücklich machen- das wird die Abteilung HR wohl hinkriegen, oder?

Glückliche Mitarbeiter sind diejenigen, die anspruchsvoll sein dürfen; die immer alles hinterfragen dürfen und gerade deswegen mit einem Lächeln im Büro sitzen!

Ich brauche keine glücklichen Mitarbeiter

Ich arbeitete vor vielen Jahren für einen Geschäftsleiter, der wiederholt sagte: "Ich brauche keine glücklichen Mitarbeiter. Ich will, dass sie arbeiten - und das gut. Wir sind nicht dafür da, Mitarbeiter glücklich zu machen. Dafür ist jeder selbst verantwortlich."

Und ich hinterfragte den Satz:

"Kann es nicht dem Arbeitgeber wie dem Mitarbeiter gefallen, in einer Firma zu arbeiten, in der glückliche Menschen sind? Glückliche Mitarbeiter erbringen mehr Leistung, wie die unglücklichen. Das ist unbestritten... Das sind prima Mitarbeiter. Sie sind seltener krank, kündigen seltener, sind initiativer, wollen mitwirken; überlegen ihre Handlungen, denken vernetzt und haben einen Einfluss auf die anderen Teammitgliedern. Glück soll ja ansteckend sein, Chef" . Und dabei lächelte ich ihn verklärt von der Seite an!".

Das interessiert mich nicht die Bohne

antwortete dieser..."ich brauche Erfolge....da investiere ich nicht in so einen langfristiges Wohlfühlschnickschnack. Dafür muss ich noch die Führungskräfte und das HR zu Wohlfühlmanager ausbilden lassen. Wo sind wir denn?"

Er gab mir aber in einem Punkt Recht: langfristig könnte mein Denken und entsprechendes Handeln durchaus Erfolg haben. Aber dafür hatte er keine Zeit. Die kurzfristigen Ziele des Verwaltungsrats mussten JETZT erfüllt werden.

Lebensfreude & selbstgesteuertes Lernen

Bekannte Forscherinnen (Gretchen Spreitzer & Christine Porath) haben ermittelt, dass es wichtig ist, dass Mitarbeiter sich entfalten können.

Oh Wunder - das hätte ich jetzt nie gedacht ;))))

D.h. Lebensfreude entwickeln und leben und dies in einer unverwechselbaren  Kombination mit dem LERNEN (aus innerem Antrieb, selbstgesteuert) sei der Schlüssel für die persönliche Entfaltung mit Spätfolgen zum Glück.

Nichts einfacher wie das: liebe Personalerinnen: dann bieten wir das doch denn Mitarbeitern. Dann sind wir fein raus.

Und wie geht das jetzt mit dem Entfalten im Job?

Liebe Gretchen Spreitzer - das war meine Gretchenfrage. Und das nehme ich aus ihren Berichten mit...zugegebenermassen stark von mir verkürzt und vereinfacht.

ASSY / Pixabay

Glückliche Mitarbeiter erhalten:

  • regelmässige Feedbacks  (good news: die Spielregeln und Formulierungen kann man lernen)
  • einen höflichen, anständigen und respektvollen Umgang (das ist 'ne schwierige Nummer, das muss einem schon ein wenig gegeben sein. Oftmals lernt man dies auch in der Kindheit.)
  • erleben einer guten Informations- und Kommunikationskultur (nicht leichter wie das, Prozesse, Reminder...oder nicht?)
  • haben einen Entscheidungsspielraum und erhalten Vertrauen statt Kontrolle  (ui - das heisst Führen können. Das ist m.E. die schwierigste Kür).

Einfluss HR

Und welche dieser Punkte können wir HRler beeinflussen?

Grundsätzlich alle - und zwar dann, wenn wir als Sparringpartner auf Augenhöhe für Führungskräfte angesehen werden - und davon gehe ich aus.

Aber auch wir können Mitarbeitenden regelmässige Feedbacks geben. Einen höflichen , anständigen und respektvollen Umgang und dies gleichberechtigt - das sollte unsere grösstes Ziel sein. Das ist das kleine 1x1, wenn ich im HR Dienstleistung erbringe...leider beobachte ich auch hier oft das Gegenteil.

Zugegebenermassen wird das Agieren das HRlers auch mit Argusauge beäugt und interpretiert.

Das schwierigste ist für mich - von je her - die die gute Informations- und Kommunikations-Kultur gewesen. Obwohl ich mir gerade dies immer auf die Fahne geschrieben habe, habe ich hier die meisten Fehler gemacht. Das ist wirklich sehr schwer.

rus33333 / Pixabay

Aufgabe vom Chef

Und der Punkt mit dem Entscheidungsspielraum....ja das kann wohl nur der Vorgesetzte geben.

Mein Fazit: Für Glück ist nicht die Firma verantwortlich. Für Glück ist jeder selbst verantwortlich. Und dazu ist zu überlegen, dass  jeder das Wort Glück anders definiert.

ABER: eine Firma kann mit diesen Punkten ganz viel dazu beitragen und wird belohnt - langfristig gesehen sogar: doppelt belohnt.

Auch hier zeigt sich mal wieder:

HRM ist mehr wie eine Dienstleistung - HRM ist Kunst.

In diesem Sinne - eine gelungene Woche,

herzlich Diana

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