Was ist HR-Profiling?

 

 


HR Profiling

Bewerbende lesen. Entscheidungen sicher treffen. Teams stärken.

HR bewegt sich jeden Tag zwischen Menschen, Erwartungen und Entscheidungen. Und genau hier beginnt das HR Profiling. Es ist kein Zauberkunststück, sondern ein professionelles Instrument, um Menschen besser zu verstehen. In Sekunden. Klar. Wertfrei. 

Und unglaublich hilfreich in der Schweizer HR Welt.

Was ist HR Profiling?

HR Profiling verbindet Elemente des FaceReading mit moderner HR Erfahrung. Du erkennst aus den Gesichtszügen, Formen und der Mimik gewisse Charakterzüge, typische Verhaltensweisen, Stärken und Stressmuster eines Menschen.
Es geht nicht darum, jemanden zu beurteilen. Es geht darum, ihn besser zu verstehen.

Für dich im HR bedeutet das:
Du siehst beim ersten Treffen mehr.
Du findest schneller heraus, was Bewerber oder Vorgesetzte wirklich brauchen.
Du kannst Gespräche sicherer steuern.
Und du wirst klarer in deinen Empfehlungen.

Warum ist das so wertvoll für die Rekrutierung?

Bewerber können viel erzählen. 

Manche erzählen zu viel, andere zu wenig. Manche wirken souverän und sind es nicht. Andere glänzen leise.
Mit HR Profiling erkennst du typische Muster, die sich in der Gesprächssituation nicht sofort zeigen. Du liest Stress, Motivation, Entscheidungsfreude, Konfliktverhalten oder Teamfähigkeit deutlich früher und präziser.

Das gibt dir Sicherheit.
Das macht Auswahlprozesse fairer.
Und das spart deinem Unternehmen teures Risiko.

Worin unterscheidet sich HR Profiling von altem Schubladendenken?

Historische Physiognomik hatte oft ein hartes, einengendes Bild.
HR Profiling arbeitet komplett anders.
Es ist modern, wertfrei, respektvoll und lösungsorientiert.

Es bezieht die Körpersprache, die Mimik und Gestik des Moments mit ein.
Du erkennst Tendenzen, Ressourcen und mögliche Stolpersteine.
Du nutzt diese Erkenntnisse, um Menschen besser zu begleiten, nicht um sie festzulegen.

Und der Unterschied zur Psycho Physiognomik?

HR Profiling konzentriert sich auf das, was du im HR wirklich brauchst:
Ein klarer Blick für Persönlichkeitsmerkmale.
Ein Gefühl für das Zusammenspiel von Verhalten und Struktur.
Ein Weg, schneller zu verstehen, was ein Mensch im Arbeitskontext braucht.

Warum Mentoring statt Coaching?

Coaching zeigt Wege.
Mentoring gibt dir zusätzlich Wissen, Struktur und Erfahrung.

In der Ausbildung zum HR-Profioler erhältst du:
Praktisches Wissen für die tägliche HR Realität
Einen klaren Rahmen, wie du Profile sicher erkennst
Orientierung für heikle Gespräche mit Bewerbern und Vorgesetzten
Anwendbare Methoden, die du sofort einsetzen kannst

Kurz gesagt: Du wirst sicherer, schneller, kompetenter. Und du triffst Entscheidungen, die nicht nur logisch sind, sondern menschlich nachvollziehbar.

Für wen ist HR Profiling?

Für HR Fachpersonen, die
Menschen besser verstehen wollen
sicherer auswählen wollen
klüger kommunizieren wollen
und ihre Rolle als Sparringspartner stärken wollen

Für HR, das Herz und Hirn verbindet.


 

Mimik

Was die Mimik Dir im Gespräch verrät

In der HR Arbeit zählt jedes Gespräch. Und oft spürst Du schon in den ersten Sekunden, dass „etwas im Raum steht“ – bevor ein Wort gesagt wurde. Genau hier setzt HR Profiling an. Die Mimik eines Menschen zeigt Dir, wie es ihm geht, was ihn triggert und welche Emotion gerade wirklich präsent ist.

Sie ist wie ein kurzer Blick hinter die Kulissen einer Person. Nicht wertend. Einfach sichtbar.

Unsere Gesichtsmuskeln werden durch den Nervus facialis gesteuert – 43 einzelne Muskeln, die ständig denken und fühlen sichtbar machen. Und weil das alles in Sekundenbruchteilen passiert, braucht es eine geschulte Wahrnehmung, damit HR diese Zeichen lesen kann.

Was die Mimik im HR sichtbar macht

In Gesprächen mit Bewerbern, Mitarbeitenden oder Vorgesetzten tauchen mikroskopisch kleine Veränderungen auf, die für HR Gold wert sind.

Der Bereich um das Kinn
Wenn sich hier etwas anspannt, berührt das Gespräch einen persönlichen oder emotionalen Punkt. Das ist ein Hinweis darauf, dass Du als HR behutsam weiterfragen solltest.

Die Mundwinkel und der Mundausdruck
Ein einziger nach unten ziehender Mundwinkel zeigt Dir: Hier steckt Frust, Enttäuschung oder Erschöpfung.
Nach oben gerichtete Mundwinkel lassen oft auf Zustimmung, Ruhe oder echtes Interesse schließen.
Gerade im Gesprächsprozess kannst Du so erkennen, ob jemand „mitgeht“ – oder innerlich aussteigt.

Die Augen und ihre Richtung
Der Blick kann Dir sagen, ob jemand gerade nachdenkt, etwas verdrängt oder emotional sehr bei einem Thema ist. Auch die Pupillen reagieren spürbar auf Interesse, Stress oder Überraschung. Die Augen zeigen Dir oft früher als Worte, ob jemand sicher ist oder schwankt.

Die Stirn und ihre Bewegungen
Eine gespannte Stirn verrät Überlastung oder Druck.
Feine Falten, die sich immer wieder zeigen, können auf wiederkehrende Denk- oder Gefühlsmuster hinweisen.
(Und klar: Das Alter spielt ebenfalls eine Rolle – aber Wiederholungsmuster erkennt man trotzdem.)

Warum das für HR so wertvoll ist

Mimik ist eine ehrliche Sprache.
Sie zeigt Dir als HR Fachperson:

  • Wie ein Mensch wirklich mit einer Frage umgeht

  • Was ihn stresst

  • Woran er hängt

  • Was ihm wichtig ist

  • Wo Du vertiefen solltest

  • Wo Du den Druck rausnehmen musst

Sie hilft Dir, Gespräche professioneller, ruhiger und wirksamer zu führen – ohne jemanden zu beurteilen.

Fazit

Die Mimik ist ein kraftvolles HR Werkzeug. Sie bringt Klarheit, bevor Worte entstehen. Mit HR Profiling lernst Du, diese feinen Signale zu nutzen, um Menschen besser zu verstehen, Gespräche klüger zu steuern und Entscheidungen sicherer zu treffen. Es ist eine Fähigkeit, die HR stärkt und den Umgang miteinander fairer macht – mit Herz und voller Professionalität.


 

 

 

Körpersprache


Die Bedeutung der Körpersprache im HR Profiling

Wie sie zeigt, was Mitarbeitende und Bewerbende wirklich bewegt

In der HR-Welt sind es oft nicht die Worte, die uns die Wahrheit liefern – sondern die Körpersprache.
Sie verrät uns viel früher als ein Satz, wie es einem Menschen geht, was ihn verunsichert, wo er innerlich stoppt oder wo er Feuer hat.

HR Profiling nutzt genau diesen Zugang: Du liest nicht nur Lebensläufe und hörst Antworten, sondern spürst, wie jemand reagiert.

Körpersprache zeigt, was im Inneren los ist

Wenn jemand vor dir sitzt, und die Schultern hängen leicht – dann brauchst du kein psychologisches Studium, um zu erkennen, dass da Druck, Müdigkeit oder Überforderung im Spiel ist.
Wenn jemand plötzlich nach hinten lehnt, sobald du ein bestimmtes Thema ansprichst, weißt du: Hier trifft die Frage etwas, das wir genauer anschauen sollten.
Und wenn ein Bewerber innerlich aufleuchtet, aufrechter sitzt und die Hände ruhig werden, hast du den Kern seiner Motivation gefunden.

Körpersprache ist immer schneller als Worte.
Immer ehrlicher.
Immer direkter.

Warum das für HR so wichtig ist

Die berühmte 7-38-55-Regel* wurde zwar von unzähligen Fachbüchern falsch aus usgelegt wurden, aber die Prozente geben ein Ideengut vor, das ich im Bewerbungskontext oftmals bestätigen kann:

Sie sagen:

  • 7 % ist der Inhalt

  • 38 % macht die Stimme

  • 55 % ist Körpersprache

 

Für HR heißt das:
Du kannst ein brillantes Interview führen – aber wenn du die Körpersprache nicht liest, übersiehst du 55 % der Realität.

Was Gesten im HR Kontext verraten

In deinem HR Profiling erkennst du an kleinen Bewegungen sofort, wo jemand innerlich steht.

Ein paar lebendige Beispiele - die immer in Kontext zu sehen sind - und hier aus einem herausgegriffen wurden:

Die Hand eines Bewerbers geht plötzlich bei einem Thema ans Kinn und verweilt dort.
Der Mensch gleicht innerlich ab:
Passe ich? Kann ich das? Will ich das?
Es ist ein stiller Dialog mit dem eigenen Selbstbild.

Die Hand des Bewerbers wandert bei einer sensiblen Frage ans Ohr. Sie verweilt dort.
Themen wie Sicherheit, Stabilität oder Vertrauen sind berührt.
Ein wichtiges Signal im Gespräch über Veränderungen, Lohn, neue Rollen oder Konflikte.

Ein kurzer Griff an die Nase - was kann das sagen (muss aber nicht):
Das ist der Moment, in dem Selbstbewusstsein, Stolz oder der Wunsch nach Profilierung angetriggert werden.
Im Interview oft sichtbar, wenn jemand versucht, sich „besser“ darzustellen als er ist.

Der Blick des Bewerbers geht andauernd nach unten
Hier liegen oft Zweifel, innere Unsicherheit oder die Angst, etwas Falsches zu sagen.
Gerade bei schwierigen HR-Gesprächen ein wertvolles Zeichen.

Der Oberkörper des Bewerbers lehnt sich nach vorn als du von X berichtest
Das kann echtes Interesse bedeuten. 
Hier liegt Motivation und Energie.

Warum das Lesen dieser Signale HR stärker macht

Diese Körpersignale zu erkennen, ist ein entscheidender Baustein deiner HR-Arbeit:

  • Du erkennst, wann ein Teammitglied emotional an der Grenze ist

  • Du merkst früher, ob ein Bewerber wirklich passt

  • Du spürst, wenn ein Vorgesetzter etwas beschönigt oder Druck versteckt

  • Du kannst Gespräche achtsamer, stabiler und klarer führen

  • Du triffst Entscheidungen, die menschlich UND fachlich richtig sind

HR Profiling macht dich ruhiger, sicherer und schneller in deinen Einschätzungen – ohne Bewertung, ganz neutral und professionell.

Fazit

Körpersprache ist ein Fenster zur inneren Dynamik eines Menschen.
Wer sie lesen kann, führt bessere Gespräche, trifft sicherere Entscheidungen und schützt sich selbst vor falschen Einschätzungen.

Lerne HR-Profiling Schritt für Schritt. Mit Deinen Herausforderungen.

 

KOntaktiere mich.

 

Herzensgruss

 

Diana Roth

HR-Profilerin

zu *

Die 7–38–55-Regel klingt so schön eindeutig – aber genau deshalb ist sie so umstritten.
Ich erzähle dir kurz, warum diese Regel im HR oft falsch verstanden wird und warum man damit vorsichtig umgehen sollte.

Warum die 7–38–55-Regel so umstritten ist

1. Sie wird ständig falsch interpretiert

Die meisten glauben:
„Worte sind nur 7 % wichtig, der Rest ist Körpersprache und Stimme.“

Das stimmt so nicht.

Die Regel stammt aus Studien von Albert Mehrabian – aber diese Studien untersuchten nur:
  • Situationen, in denen Menschen Gefühle ausdrücken
  • Situationen, in denen Widersprüche zwischen Worten und Körpersprache bestehen
Beispiel:
Jemand sagt „Ich freue mich“ mit einer säuerlichen Miene.
Da vertrauen wir eher Körpersprache und Stimme.

Für sachliche Aussagen taugt die Regel nicht.

2. Sie wird oft auf die gesamte Kommunikation übertragen

Viele halten die Regel für ein allgemeines Gesetz der Kommunikation.
Doch Mehrabian selbst sagte mehrfach:

„Wendet meine Formel nicht auf alltägliche Kommunikation an.“



Inhalt zählt selbstverständlich viel mehr als 7 %.
Wenn dir der Arzt erklärt, wie du ein Medikament nimmst, sind 7 % Inhalt definitiv zu wenig.

3. Die Studien hatten eine Mini-Stichprobe

Die ursprünglichen Untersuchungen:
  • hatten extrem kleine Gruppen (teilweise unter 40 Personen)
  • waren Laborsituationen, nicht realer Alltag
  • behandelten rein emotionale Wortlisten („mag“, „hasse“)
Für die HR-Praxis ist das nur bedingt übertragbar.

4. Sie verführt zu gefährlichen HR-Mythen

Zum Beispiel:
  • „Man muss nur Körpersprache lesen – die Worte zählen kaum.“
  • „Wenn jemand nervös wirkt, sagt er nicht die Wahrheit.“
Beides ist fachlich falsch und kann im HR sogar Schaden anrichten: Vorurteile, Fehlentscheide, falsche Diagnosen.

5. Die Regel ignoriert kulturelle Unterschiede

Die Bedeutung von Körpersprache unterscheidet sich massiv zwischen Kulturen.
In Japan wirkt direkter Blickkontakt unhöflich.
In der Schweiz ist er ein Zeichen von Aufmerksamkeit.

Damit kann der 55 %-Anteil für Körperausdruck nicht pauschal gelten.

Was bleibt als Kernwahrheit – und das ist wertvoll für HR

Trotz aller Kritik bleibt eines richtig:

👉 Wenn Worte und Körpersprache widersprüchlich sind, vertrauen Menschen eher der Körpersprache.

Das ist ein wichtiger Punkt für HR:
  • Bei Bewerbungsgesprächen
  • Bei schwierigen Mitarbeitergesprächen
  • Bei Konflikten
  • Bei Führungssituationen
Menschen senden immer einen emotionalen Subtext – und der ist oft entscheidender als die Worte.

Aber:
Gute HR-Arbeit ist eine Mischung aus
💬 Inhalt
👀 Körpersprache
🎤 Stimme
🧠 Kontext
🎓 Fachwissen
🤝 Menschlicher Erfahrung

Wenn du willst, zeige ich dir gerne, wie man diese Erkenntnisse seriös und praxisnah im HR einsetzen kann – ganz ohne Mythen und mit viel Wirkung.
© rodigomi GmbH
envelopephone-handset linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram