Wie sind Ihre Lohnvorstellungen? (Podcast 42)

Geld

Lohnvorstellungen.

Welche hat der Bewerber?

Welche hat das Unternehmen?

Wie gehen wir mit dieser Frage um?

Was passiert beim Bewerber, wenn er diese Frage beantwortet.

Geht es hier ums Pokern?

Hier folgen Erfahrungen aus der Praxis verbunden mit der theoretischen HR-Lehre.

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Ein herzlicher Gruss, Diana


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4 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Diana,

    schön, dass Du dieses Thema beleuchtest. Ist wirklich nicht so einfach.
    Ich frage bereits bei unserem Bewerbermanagementsystem ab, welche Gehaltsvorstellungen existieren. Aber auch hier geben nicht alle eine Zahl ab.

    Wieso dauert die Vorbereitung eines Gespräches bei Dir 5 – 8 Stunden? Und beim Vorgesetzten 2? Das kann ich nicht nachvollziehen.

    Danke für den sehr praxisnahen Podcast. Ich mag es, wenn Du aus Deinem Alltag erzählst.

    Gruß
    Heike

    1. Hallo Heike
      Merci für Dein Feedback.
      Jo – warum brauche ich so viel Stunden und der Vorgesetzte so wenig?
      Ich könnte jetzt antworten, weil ich eine langsame Personalerin bin, aber das wäre gelogen.
      Vielleicht hat das auch mit den Vorgesetzten zu tun, mit denen ich in den letzten 33 Jahren gearbeitet habe.
      Hast Du hier eine andere Erfahrung?
      Die Bewerbungsunterlagen sauber zu sichten.
      Sich in den Lebenslauf eines Bewerbers so richtig „reinzusetzen“.
      Die Zeugnisse seriös zu lesen und auszuwerten.
      Die Ausbildungen zu prüfen (es herrscht immer noch ein Ausbildungs-Dschungel bezüglich der Abschlüsse).
      Einen strukturierten und doch individuellen Ablauf der Fragen zu erstellen – das braucht Zeit.
      Dann vorab den Lohn zu errechnen (gemäss Lohnband,Beachtung der Gerechtigkeit innerhalb des Unternehmens nach der „Lamour“ Methode).
      Die Linienleute, die ich betreut habe, habe sich auf ihre Fachfragen konzentriert, da sie wussten, da ein professioneller Personaldienst zur Seite steht. Ausserdem habe ich nur wenige Vorgesetzten begleitet, die das wirklich, wirklich gerne machen.

      Ungefähre Lohnvorgaben vorab zu geben, das ist der Schweiz seltener der Fall – sehe ich hin und wieder.
      Ich erlebe im Alltag, dass wenn es der richtige Mann/die richtige Frau ist, vieles plötzlich möglich ist. Daher schon vorab, die Türe zuzuschlagen, wäre fatal. Es sei denn, man wird sowieso von guten Bewerbungen nur so überrollt. In der Schweiz ist ein Fachkräftemangel sehr spürbar und natürlich ist der monetäre Anreiz nicht alles: aber er ist ein Bestandteil.
      Da ich selbst viele Gehaltsverhandlungen führe, habe ich festgestellt, dass Bewerber für den richtigen Job bereit sind, mit ihren Lohnvorstellungen stark entgegen zu kommen.
      Wenn die Firma z.B. ein Paket anbieten kann, welches ein gute zusätzliche Sozialabsicherung und Weiterentwicklung bietet, dann ist so viel Spielraum gegeben.
      Zukünftig werden wir Bewerbern noch mehr anbieten müssen. Wir werden uns um Bewerber bewerben müssen. Wir werden ein Paket schnüren müssen mit KiTa-Plätzen, mit Sportmöglichkeiten, mit Betreuungsdienste für die Eltern und und …ich weiss, das klingt jetzt futuristisch…aber ich erlebe es schon in den Grosskonzernen.

      Lieber Gruss, Diana

  2. Hallo Diana,
    danke für Deinen Input, der mich wieder zum Nachdenken und Antworten anregt.
    Ich gestehe, ich investiere nicht so viel Zeit in jeden Beschaffungsprozess. Das hängt hauptsächlich damit zusammen, dass ich so wenig gute Bewerber habe und sowieso viele Kompromisse machen muss. Wir stellen oft Bewerber ein, die unser fachliches Profil nicht erfüllen und entwickeln diese dann. Das klappt natürlich auch nicht immer. Aber nur so kann ich meine Stellen besetzen. Bei ca. 50 zu besetzenden Stellen im Jahr und der immer rückläufigeren Quantität und Qualität der Bewerbungen, muss ich sehr effizient arbeiten. Hier erhöht – meiner Meinung nach – eine gute Vorbereitung leider nicht die Qualität der Stellenbesetzung. Denn es gibt in vielen Bereichen leider nur ein „trial and error“. Traurig, aber wahr.
    Gruß
    Vici

    1. Hallo Vici
      Theorie und Praxis sprechen aus deinen Zeilen. 50 zu besetzende Stellen fordern Dich sicher.
      Hier gilt es so viel wie möglich zu automatisieren.
      Und in der Tat…wir stellen oft die Einäugigen unter den Blinden an….aber wie schön ist es, wenn wir die Personen entwickeln können. Stelleninserate sind eh Wunschkonzerte. Jede Personaler weiss doch, dass es die Person nicht wirklich gibt, die dort beschrieben wird.
      Deine Meinung ist so wichtig, weil Sie doch Deine erlebte Realität beschreibt.
      Es fragt sich natürlich, was eine gute Vorbereitung beinhaltet – und müssen wir nicht unsere Ansprüche an die Qualität zurückschrauben, wenn wir immer und immer wieder bewiesen bekommen, dass die Vorbereitung es nicht bringt.

      Der Markt sagt was Sache ist.
      Danke für Deinen Input.

      Herzlicher Gruss, Diana

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