Wie Du Dich freust, wenn gute Bewerber absagen

Human Resource Management mal anders

Du hast Dich über einen Vorgesetzten geärgert?

Ein Mitarbeiter hat Dich arg enttäuscht?

Oder Du bist bei der GL mit Deiner genialen Idee völlig ins Leere gelaufen?

Don’ t  worry.

Die Situation an sich ist ja nicht schlecht.

Sondern nur wie Du die Situation jetzt gerade siehst.

Wie Du sie bewertest.

Weisst Du, wenn Du Situationen in Deinem HR-Alltag negativ bewertest, passieren automatisch

Reaktionen. Negative Reaktionen.

Ich spreche hier von Deinen Reaktionen.

Denn Deine Reaktionen rufen Reaktionen bei anderen hervor.

Ich erkläre es einmal so:

Wie ist Deine Bewertung z.B. von folgender Situation:

Du hast zwei Gespräche mit einem interessanten Bewerber geführt.

Du hast zwei Referenzen eingeholt und schlussendlich noch ein externen Assessor beauftragt?

Du hast mit der GL zu dem Lohn des Bewerbers lange verhandelt und Dich durchgesetzt?

Er ist mit Abstand die Nummer 1 und kurz bevor Du ihm zusagen willst, ruft er an und sagt ab,

weil er bei der Konkurrenz ein besseres Angebot bekommen hat.

 

 

Anstellung ohne Erfolg im Human Resource Management – alles für die Katz?

Oh nein….diese Erfahrung ist unbezahlbar.

Gratis frei Haus!

Nur durchs Hinfallen lernen wir doch Laufen.

Denn nun kannst Du hier die Lupenmethode einsetzen.

Ach – Du kennst diese Methode nicht?

Kein Wunder ….ist ja auch meine Methode, die ich bisher nur in meiner Ausbildung zum HR-Coach den Studentinnen weitergebe.

Also pssst…nicht weitersagen.

Ist mein Geheimtipp, der Dir vielleicht auch hilft.

Wir sind ja hier völlig unter uns.

Du fragst Dich jetzt, wie geht das?

Lass mich Dir kurz die Schritte erklären:

Immer wenn ich merke, jetzt steigt der Ärger/Frust/Enttäuschung in mir hoch, sehe ich eine imaginäre Ampel.

Ja – Verkehrsampel

Und sie schaltet gerade auf Rot.

Knallrot.

Und ich muss eine Vollbremsung hinlegen.

Soweit zu  Step 1 meiner Methode.

 

Hans / Pixabay

Step2:

Nun gebe ich der erlebten Situation eine neue Bedeutung.

D.h. ich  verändere meine Bewertung der Situation.

Hört sich das kompliziert an?

Also: ich habe bemerkt, dass meine Reaktionen im HR-Alltag oft reflexartig sind.

Wie ist das bei Dir?

 

 

 

Also – eines weiss ich, ich möchte das nicht.

Das tut mir und auch anderen nicht gut.

Und es bringt mich nicht weiter.

Nein  – es lässt mich eher zurückfallen.

Es bremst mich.

Also trainiere ich richtig, wie ich die Situationen positiv bewerten kann.

Andere laufen in die Muki-Bude und trainieren ihren Bizets und ihr flachen Bauchmuskeln.

Und ich…ich gehe in mich und trainiere den mentalen Muskel „Situationen bewerten:“
Schon mein Vater sagte: „von nix kommt nix!“

Wie geht dieses Muskeltraining?

3dman_eu / Pixabay

Step 3

Nach dem Bewusstmachen von Step2 untersuche ich die Situation

mit einer positiven Lupe.

Nein….Du sollst keine rosarote Brille aufsetzen.

Krame nur für einen Moment eine imaginäre Lupe hervor.

Eine Lupe, die die wundersame Eigenschaft hat, nur das Positive an einer Situation zu sehen.

Das Negative siehst Du ja mit dem blossen Auge.

 

 

 

Die ultimative Human Resource Management Lupe

Stell Dir vor:

Ich habe mir doch tatsächlich auf dem letzten Flohmarkt eine Lupe geholt.

Dann habe ich einer Spontiaktion, den schwarzen, feinen Rahmen der Lupe bunt bemalt.

Das Ganze mit Klarklack fixiert und zack zur Bürolupe ernannt.

Und nun liegt sie neben meinem Bildschirm in meinem Personalbüro.

Alexas_Fotos / Pixabay

Step 4

Stelle Dir den Handy-Timer auf exakt 7 Minuten und 21 Sekunden.

Nehme Dir ein Flipchartblatt.

Und schreibe in die erste Zeile:

 

 

 

Die 5 Dinge, die positiv an der Situation sind.

Und dann lass den Timer laufen und schreibe los.

Was das Zeugs hält.

Anfänglich stockt es vielleicht und dann sprudelt es nur so.

 

Beispiel zu meiner o.a.  Situation:

Punkt 1.

Lieber jetzt diese Entscheidung vom Bewerber als ein Break in der Probezeit

Punkt 2.

Eine grosse Chance, nun eine Person zu finden, die noch besser passt.

Punkt 3.

Eine Chance Bewerber Nummer 2 und Nummer 3, die bereits im ersten Interview waren, nochmals einzuladen.

Punkt 4.

Eine grosse Chance das Anforderungsprofil beim Vorgesetzten nochmals zu hinterfragen.

Punkt 5.

Ich kann wieder was lernen! Yeah! Dieser Lernprozess kann mir keiner mehr nehmen.

Punkt 6.

Meine Arbeit geht nie aus!

Punkt 7.

Meine Zusammenarbeit mit dem Vorgesetzten kann erneut wachsen.

Punkt 8.

Grund genug mit unserem Assessor nochmals über die Bücher zu gehen. Eventl. den Auftrag an ihn anpassen.

Punkt 9.

Gibt es vielleicht im Rahmen der Karriereplanung einen internen Bewerber, der ebenfalls gut passt?

Oh…die Frage ist nachgehenswert.

 

 

 

Hey, hey…merkt ihr was? Ich wollte nur 5 Punkte aufschreiben…und schon fliesst es.

Step 5

Die positiven Punkte auf sich intensiv wirken lassen und damit das Ganze in einen anderen Kontext setzen.

Diese Technik kommt aus meiner Mentaltrainerausbildung. Man nennt dies auch Reframing.

Damit gelingt es uns die Situationen, die wir negativ bewerten, auch ganz bewusst, positiv zu hinterfragen.

Macht

OmarMedinaFilms / Pixabay

Ich fasse zusammen:

  • Vollbremsung (rote Ampel)
  • Bewusstmachen, dass die Situation neutral – nur Deine Bewertung hier spielt
  • Lupe suche
  • Zeit einstellen, Positives minmapartig nur so runter schreiben
  • Relativieren

 

 

 

Probiere es doch aus und schreibe mir Deine Ergebnisse. Darüber würde ich mich sehr freuen.

Take Care und halt Dich aufrecht:

 

Diana

 

P.S. Übrigens: dass mit den 7 Minuten 21 Sekunden ist nur meine Zeiteinheit.

Vielleicht bist Du ja schneller.

Mehr Tipps erhältst Du in meiner geschlossenen Facebook-Gruppe für Personalerinnen.

Hier anklicken:

Ich freue mich sehr, wenn Du zukünftig in der Gruppe dabei bist.

 


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