HR-Impuls: wie Du einen inneren Konflikt in den Griff bekommst

Fragen

Es lebe die Schizophrenie!

 

Stell Dir vor, der Geschäftsleiter überträgt Dir an einer Montagsitzung vor allen Kadermitarbeitenden die Vorbereitung einer Präsentation zu einem personellen Thema.

Ganz ehrlich, Du fühltest Dich mächtig gebauchpinselt, dass er Dich vor allen gefragt hat.

Obwohl Du ein wenig überrumpelt wurdest.

Und obwohl es verdammt kurzfristig ist.

Bereits einige Stunden später beginnt das Gedankenkarussel der besonderen Art.

Du kennst es ja bereits gut.

Da meldet sich eine Stimme in Dir, die sagt: „Warum immer ich? Glaubt der eigentlich, ich hätte kein Privatleben?“

 

 

zug

LittleAngell / Pixabay

Und abends im Bus…da denkst Du darüber nach, wie Du es Deinem Partner erzählen musst.

Und Du weisst jetzt schon seine Reaktion.

Er wird verständnislos den Kopf schütteln und Dich daran erinnern, dass ihr Donnerstag bis Sonntag euren Jahrestag in einem Wellnesshotel in Österreich feiert.

Du weisst dienstags und mittwochs sind den ganzen Tag Rekrutierungsgespräche, die Du führst. Also hast Du noch keine Idee, wie das alles gehen soll. Am liebsten würdest Du Deinem Chef alles wütend auf den Tisch knallen.

Und wuuups…Willkommen im inneren Konflikt.

 

Fragen

geralt / Pixabay

Jetzt stell ich Dir eine Methode vor, die Dir hilft mit diesem inneren Konflikt umzugehen. Dieses Modell ist nicht von mir. Nachzulesen bei Schulz von Thun. Es wurde von mir für Dich abgewandelt.

 

Vorgehensweise:

  • Nimm ein grosses Blatt und Stifte.
  • Überlege Dir, welche inneren Stimmen zu Dir sprechen.
  • Jede einzelne Stimme kommt zu Wort.
  • Jede einzelne Stimme wird mit einem Begriff, Name bezeichnet.
  • Wenn alle Stimmen zu Wort gekommen sind, bitte sie eine Lösung zu verhandeln. Eine Lösung zu denen alle Teammitglieder JA sagen können.
  • Zum Schluss schreibst Du die Lösung und fragst die bei jedem Teammitglied ab.
  • Sie müssen ausdrücklich zustimmen können.

 

Jetzt sehe ich schon, wie Du den Kopf schüttelst und Dir denkst:“ dass ist aber jetzt total durchgeknallt“…das grenzt ja an Schizophrenie. Aber mal ehrlich: solche Dialog laufen doch jeden Tag in uns ab.

Der Unterschied ist hier: dass Du Deine Wahrnehmung ganz, ganz bewusst auf diese inneren Stimmen lenkst. Sie haben ein Sprechrecht. Sie erhalten keinen Maulkorb.

 

Ich habe Dir hier ein Bild von einem inneren Teamgespräch.

Konflikt

innerer Konflikt

Du siehst die Stimmen der Kundin:

Es ist einmal

Das gute Mädchen (Es muss für alle stimmen).

Der Angsthase (Wenn die mir kündigen…)

Der HR-Profi  (Ein HR-Auftrag, den ich erfüllen kann)

Die Rebellin (und wo bleib ICH?)

 

Die vier inneren Stimmen haben miteinander geredet. Jeder hat seinen Standpunkt vertreten. Jeder hat jedem zugehört und seinen Redeanteil gehabt.

Zum Schluss haben die 4 folgende Vereinbarung unterschrieben:

 

„Ich werde um einen 7 Tage Aufschub bitten.

Dafür werde ich eine professionelle, ausführliche PowerPoint erstellen und weitere Recherchen machen können.“

Datum:

Unterschrift:

 

Eine solche innere Klärung kann also im Zug nach Hause passieren, ohne dass irgendjemand Dich für diese  schizophren anmutenden Handlung belächeln kann. Ich nenne das Modell „positive HR-Fachfrauen-Psychohygiene“.

Dank Deines inneren Teams bist Du auf zukünftige Konfliktsituationen ähnlicher Art bestens vorbereitet.

Entscheide Dich bewusst für die Wahrnehmung Deiner inneren Teammitglieder. Und gib ihnen die Möglichkeit eine Lösung zu verhandeln, mit denen alle leben können.

 

Cheerio und ich lade Dich ganz herzlich ein einer meiner Webinare zu dem Thema Coaching zu besuchen. Melde Dich hier an und Du erhältst automatisch eine Einladung. Diese Webinare sind kostenfrei.

 

 

Diana

 

 

 


Du willst auch weiterhin meine Blogs lesen? Gerne sende ich Dir diese zu.

Danke für die Angabe Deiner E-Mail-Adresse hier

Ich respektiere den Datenschutz 100 Prozent.
Spamfreie News

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.