9 Sätze, die eine Personalerin nicht mehr hören kann (Podcast Nr. 26)

Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Dieser Satz stand in meinem Poesiealbum.

Von Onkel Hans, der bei der Lufthansa als Pilot arbeitete.

Daneben malte er Donald Duck. Donald Trump kannt damals noch niemand. 😉

Bunt und lustig.

Und wie oft entmachtet guter, diplomatischer und passender Humor brenzlige Situationen im Geschäftsleben?

 

Die Betonung liegt hier auf passend.

Ich spreche nicht von Frechheiten.

Ich schildere Dir hier 9 Sätze, die ich nicht hören mag.

Die mir in den Ohren wehtun.

Bei denen ich schon  „verdeckt“  Augen verdrehe, wenn die ersten Worte gesagt werden.

Vielleicht geht es Dir ebenso?

Ich zeige 9 Neutralisierer auf, die mir in den geschilderten Situationen geholfen haben.

Sie waren in der jeweiligen Situation passend, entkrampfend und der Schuss Ironie, der in manchen Aussagen steckte, reichte mir zum Vorteil. Obwohl ich im übertragenen Sinne „Ohrwascheln“ erwartet hätte –  waren die Reaktionen erstaunlich…erstaunlich gut.

Mein Tipp an Dich: schreibe Dir die 9 Sätze auf, die Du schon nicht mehr hören kannst.

Suche Deine Neutralisierer…und bitte…versuche mal mit Mut und einem innerlichen Augenzwinkern diese auch auszusprechen.

Satz Nummer 1

  1. Das haben wir schon immer so gemacht!

Du arbeitest im HR. Der Abteilungsleiter beklagt sich heftig über den Arbeitsmarkt und den schlechten Bewerbungsrücklauf. Und nun schlägst Du einen völlig neuen Prozessweg vor. Dein Vorschlag wird mit dem Satz: “Das haben wir immer schon so gemacht, und dabei bleibt’s!“ abgelehnt.

Neutralisiere: “Wenn wir das tun, was wir immer schon getan haben, müssen wir uns nicht wundern, dass wir schon wieder dieselben Ergebnisse erhalten.“

neue Wege

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Satz Nummer 2

  1. Wenn ich nichts sage, dann ist schon gut!

Ein Mitarbeiter beklagt sich bei Dir, dass sein Chef ihn nur tadelt…aber nie ein Lob gibt.

Du hinterfragst den Linienvorgesetzten direkt. Er sagt: „Weisst Du, wenn ich nichts sage, dann kann man davon ausgehen, dass es für mich gut ist.“

Neutralisiere: „Okey – dann gebe ich Dir ab heute auch nur Feedbacks, wenn etwas nicht gut läuft…denn, wenn ich nix zu einem Thema sage, dann ist schon gut. „

Satz Nummer 3

  1. Ich muss als Chef nicht gemocht werden!

Du hinterfragst einen Linienvorgesetzten, warum er nicht die Nähe zu den Mitarbeitenden sucht. Du gibst ihm sogar das Feedback, dass die Mitarbeitenden Angst vor ihm haben.

Er antwortet stolz:“ Ja – Mitarbeiter müssen mich nicht mögen. Ich darf ein A….loch sein.“

Neutralisiere: „Gute Einstellung. Diese Einstellung übernehme ich sofort…aber nur für meine Hauptkunden: die Vorgesetzten.“

öse

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Satz Nummer 4

  1. Das verstehen die Mitarbeiter sowieso nicht.

Der Geschäftsleiter zeigt die aktuellen, schlechten Zahlen in der GL-Sitzung. Er bittet die Leiterin Administration diese „handlicher“ und „nicht so krass“ aufzubereiten. Dies damit er den Mitarbeitenden die Zahlen präsentieren kann. Auf Deine Rückfrage, ob die Zahlen dann geschönt werden, antwortet er: „Das verstehen unsere Mitarbeiter sowieso nicht.“

Neutralisiere: „Da bin ich aber froh, dass ich offensichtlich zum elitären Kaderkreis gehöre und damit über diesen Intellekt verfüge!“

Satz Nummer 5

 

  1. Wie zahlt sich das in Franken/Euro aus?

Du schlägst aufgrund der hohen Fluktuationszahlen in der Abteilung Verkauf dringend eine Personalentwicklung mit einem externen Trainer vor. Der Geschäftsleiter schaut Dich verständnislos an und sagt: “Wie zahlt sich diese Aktioen in Franken aus. Kannst Du das bitte beziffern?“

Neutralisiere: „Das zweitteuerste in einem Unternehmen ist wohl die Personalentwicklung. Richtig Chef. Aber das Teuerste ist: keine Personalentwicklung.“

 

Geld

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Satz Nummer 6

  1. Reisende soll man nicht aufhalten!

Eine sehr gute Mitarbeiterin hat einen Wortwechsel mit ihrem offensichtlich verärgerten Vorgesetzten. Dies vor Dir. Die Mitarbeiterin schluckt und sagt mit zittriger Stimme: „Ja – wenn das so ist, dann habe ich in dem Projekt wohl nichts mehr zu suchen!“. Der Vorgesetzte nickt und zuckt mit den Schultern und sagt: “Reisende soll man nicht aufhalten.“

Neutralisiere in einem anschliessenden 4-Augengespräch und sage zum Vorgesetzten: „Ich bewundere Ihre Art gute Mitarbeiter zu halten, zu motivieren und ein vorbildliches Fehlermanagement zu leben.“

Satz Nummer 7

  1. Manche sind gleicher wie gleich!

Du beobachtest als Personalerin, dass in einer Abteilung unglaubliche Ungerechtigkeiten passieren. Einerseits erhält die junge, aufstrebende Assistentin des Bereichsleiters eine teure Weiterbildung samt Ausfalltage finanziert.

Andererseits wird dem wertvollsten, aber schüchternsten Mann der Abteilung regelmässig seinen Antrag auf eine 2tägige Weiterbildung aus Budgetgründen abgelehnt.

Du sprichst den Vorgesetzten darauf an und er antwortet schulterzuckend:

„Ach auch das Personal muss endlich mal verstehen, dass manche gleicher wie gleich sind.“

Neutralisiere: „Ja – das Zitat kenne ich. Warte…es ist von George Orwell. Die Farm der Tiere!

Aber sagte er nicht auch: Kein Tier soll Kleider tragen…?“

Kleider

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Satz Nummer 8

 

  1. Ich sage nichts, denn man kann eh nichts machen….

Ein Vorgesetzter jammert über seine unflexible, unloyale Mitarbeiterin, die aber historisch bedingt eine schützende Hand vom Chef hat.

Die Belegschaft munkelt, „die kann sich alles erlauben. Da sind alte Seilschaften im Spiel.“

Deine Aufforderung Klartext mit ihr zureden, winkt er nur ab und sagt:

„Da kann man ehhh nichts machen…da sagt man lieber nichts…in 4 Jahren geht sie eh in die Pensionierung.“

Neutralisiere: „Wer ist dieser MAN?“

Satz Nummer 9

  1. Die Besten gehen zuerst!

Deine Firma wurde von Amerikanern übernommen.

Mitarbeiter springen ab und orientieren sich neu.

Du versuchst das personelle Schiff durch die wilde See zu steuern. Es gibt nur noch einen kleinen harten Kern, der durchhält.

Der sich der Firma verpflichtet fühlt.

Zusammen mit ihnen versuchst Du eine neue Kultur aufzubauen.

Die neue Firmenleitung setzt auf Dich.

Und dann…dann schreibt Dir ein ehemaliger Mitarbeiter, der als einer der ersten abgesprungen ist, ein Mail mit den Worten: „Wie gut, dass ich gegangen bin…die besten gehen eh‘ zuerst  – Du solltest dich beeilen.“

Neutralisiere: „Das beste kommt immer zum Schluss…oder isst Du Dein Dessert zuerst?

Cheerio und take care, Diana

P.S. Kennst Du schon meine Angebote in der Roth HRM-Akademie


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